AEVO-Prüfung, schriftlicher Prüfungsteil

Was sollten Sie zu den schriftlichen Aufgaben der AEVO-Prüfung vorab wissen?

Symbolbild für schriftliche AEVO-Prüfung

§ 4 (2) AEVO: “Im schriftlichen Teil der Prüfung sind fallbezogene Aufgaben aus allen Handlungsfeldern zu bearbeiten.”

Fallbezogene Aufgaben bedeutet, dass Sie praxisnahe Situationen aus dem Ausbildungsalltag lösen sollen. Es sollen also keine simplen Fakten abgefragt werden. Um solche Prüfungsfragen lösen zu können, brauchen Sie aber natürlich ein entsprechend gutes AEVO-Faktenwissen. – Fallbezogene Prüfungsaufgaben werden auch als handlungsorientierte Prüfungsfragen bezeichnet.

Die IHKs führen die schriftlichen Ausbildereignungsprüfung nach dem Auswahlantwort-Verfahren durch. Dieses Verfahren ist auch als Multiple-Choice-Verfahren bekannt: Zu einer Fragestellung werden jeweils vier bis sechs Auswahlantworten angeboten, von denen eine Antwort oder mehrere Antworten richtig sein können.

Die Anzahl der richtigen Lösungen wird jeweils genannt. Das ist eine Erleichterung, um die Aufgabe komplett richtig zu lösen.

Bei der Bewertung der gelösten Aufgabe wird allerdings das ‘Alles-oder-nichts-Prinzip’ angewandt. Das bedeutet, dass Ihre Antwort entweder als komplett richtig oder als komplett falsch gewertet wird.

Beispiel: Wenn zu einer Aufgabe drei Lösungsalternativen als richtig gelten, müssen alle drei und nur diese drei Auswahlantworten von Ihnen gewählt worden sein. Andernfalls wird die Aufgabe als insgesamt falsch gewertet.

Handwerkskammern (HwK) verwenden bei den Ausbildereignungsprüfungen noch offene Prüfungsfragen: Die Prüflinge der HwKs müssen die Fragen mit eigenen Formulierungen beantworten.

Offene Prüfungsfragen sind schwieriger zu lösen, weil sie komplett aus der Erinnerung zu beantworten sind. Dagegen werden dem Prüfling beim Multiple-Choice-Verfahren auch die richtigen Lösungsmöglichkeiten zur Auswahl angeboten.

Typischerweise enthalten die schriftlichen AdA-Prüfungen der IHKs zwischen 68 und 72 Prüfungsfragen. – Detail-Infos zu den schriftlichen AdA-Prüfungsfragen speziell der IHKs

Die IHKs setzen bei den Ausbildereignungsprüfungen ganz überwiegend PCs oder Tablets ein.

Wie schwer wird die schriftliche AdA-Prüfung allgemein empfunden?

Es kommt nur selten vor, dass ein Prüfling die schriftliche AEVO-Prüfung nicht besteht – zumindest gilt das für die Multiple-Choice-Aufgaben bei den IHKs.

Sofern der Prüfling die deutsche Schriftsprache gut beherrscht, ist beim Auswahlantwortverfahren ein Durchfallen kaum möglich.

Andererseits zeigt die Erfahrung, dass auch Prüflinge, die sich sehr gut auf ihre Ausbildereignungsprüfung vorbereitet hatten, nur selten die Note ‘Sehr gut’ im schriftlichen Prüfungsteil erreicht hatten.

Nur, weil immer wieder mal danach gefragt wird: Wird man zur praktischen AEVO-Prüfung auch dann eingeladen, wenn man den schriftlichen Teil nicht bestanden hatte? – Ja, die Einladung zur praktischen Prüfung werden Sie auch dann erhalten, wenn Sie die schriftliche AEVO-Prüfung nicht bestanden haben sollten.

Viele Teilnehmer sind nach dem schriftlichen Prüfungsteil verunsichert, ob sie ihn bestanden hatten. Diese Verunsicherung ist im Normalfall nicht berechtigt. – Stimmen Sie sich also darauf ein, dass Sie die schriftliche Ausbildereignungsprüfung problemlos bestehen werden!

Wenn überhaupt, dann fällt man beim praktischen Prüfungsteil durch. Aber auch das muss nicht sein, sofern man sich konsequent darauf vorbereitet hatte!

Detail-Informationen speziell zum  praktischen AEVO-Prüfungsteil