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Wie werden die zwei Teile der praktischen Prüfung gewichtet?

Wie werden die beiden Teile der praktischen AEVO-Prüfung bei der Bewertung gewichtet?

Für die Bewertung des praktischen Teils der Ausbildereignungsprüfung werden das Ergebnis aus der Präsentation bzw. aus der Unterweisung einerseits und das Ergebnis des Fachgesprächs andererseits zusammengefasst.

Der praktische Teil der Ausbildereignungsprüfung ist bestanden, sofern der Prüfling mindestens 50%-Punkte erreicht hat.

Die Durchfallquote bei der Ausbildereignungsprüfung liegt zwischen acht und zwölf Prozent. Fast immer liegt das Durchfallen am praktischen Prüfungsteil!

Falls ein Ausbilder bei der praktischen AEVO-Prüfung durchgefallen ist, braucht er lediglich diesen Prüfungsteil zu wiederholen. – Es sind maximal zwei Prüfungs-Wiederholungen möglich.

Sie bereiten sich aktuell auf Ihren AdA-Schein vor?

Durch den AdA-Schein weisen Sie lediglich Ihre berufs- und arbeitspädagogische Eignung nach. 

Das Berufsbildungsgesetz verlangt die persönliche und die fachliche Eignung

Seit 1969 wird in der Bundesrepublik Deutschland die berufliche Bildung gesetzlich geregelt, und zwar durch das Berufsbildungsgesetz (BBiG). – Das BBiG wurde zum 1. Januar 2020 überarbeitet. – HIER: Wichtige Infos zum BBiG 2020

Berufliche Bildung ist der Oberbegriff von vier Teilbereichen. Das ist unter anderem in § 1 BBiG festgelegt:

  • Berufsausbildungsvorbereitung
  • Berufsausbildung
  • berufliche Fortbildung
  • berufliche Umschulung
Screenshot vom Inhaltsverzeichnis des Berufsbildungsgeetzes - BBiG

Berufsbildung – Wer darf ausbilden?

§ 28 (1) BBiG bestimmt unter anderem, unter welchen Voraussetzungen jemand ausbilden darf. Neben der persönlichen Eignung ist auch die fachliche Eignung der Ausbilder erforderlich. 

Die fachliche Eignung setzt sich zusammen aus

  • den berufs-fachlichen sowie
  • den berufs- und arbeitspädagogischen Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten.

Ausbilder weisen ihre berufs-fachliche Eignung typischerweise durch ihren eigenen Ausbildungs-Abschluss in dem Beruf nach, in dem sie ausbilden wollen.

Die AEVO verlangt den Nachweis der berufs- und arbeitspädagogischen Eignung durch die Ausbildereignungs-Prüfung

In welcher Weise nützt Ihnen der AdA-Schein?

Nach bestandener Prüfung erhält der Prüfling die zwei Versionen des Ausbilderscheins (auch: AdA-Schein).

Der AdA-Schein ist die Urkunde über die bestandene Ausbildereignungsprüfung. Er wird in zwei Varianten ausgestellt. – Beide Prüfungsurkunden bescheinigen die berufs- und arbeitspädagogische Eignung (Ausbildereignung) nach der Ausbilder-Eignungsverordnung. – Details zu den beiden Arten des Ausbilderscheins.

Haben Sie sich schon für einen bestimmten Ausbilderkurs entschieden?

zwei Richtungspfeile ohne Aufschrift, die in entgegengesetzte Richtungen zeigen
Es kommt auch auf die Qualität Ihres Ausbilderseminares an!

Zunächst sollten Sie wissen, dass Sie der Prüfungskommission überhaupt nicht nachweisen müssen, dass Sie zur AEVO-Prüfungsvorbereitung an irgend einem AdA-Kurs teilgenommen haben!

Es gibt immer wieder einmal Ausbilder, die sich lediglich durch das Lesen eines AdA-Buches und mit Hilfe meiner AEVO-Lernkartei erfolgreich auf die Ausbilderprüfung vorbereitet hatten.

Produktbild bei Amazon mit Bewertungssternen für die AEVO-Lernkartei
Die AEVO-Lernkartei hilft Ihnen, sich schneller auf die AdA-Prüfung vorzubereiten.

Aber es ist sehr zu empfehlen, an einem  AdA-Kurs zur Prüfungsvorbereitung teilzunehmen!

Alternativ zu den klassischen Ausbilderkursen (als Präsenzveranstaltung) können Sie an einem der zahlreich angebotenen AdA-OnlineKurse teilnehmen. – Sie können einzelne Teile meines AEVO-OnlineKurses nutzen. Nehmen Sie Sie diese Möglichkeit wahr, denn dadurch erleben Sie nicht nur, wie sich mein AdA-Kurs ‘anfühlt’,  sondern Sie lernen natürlich auch schon einige Dinge, die Sie für Ihren Ausbildereignungsschein brauchen.

Detail-Infos plus Zugang zur kostenlosen Nutzung von Teilen meines AEVO-OnlineKurses.

plakative Darstellung der Bausteine meines AEVO-OnlineKurses
Sie erhalten Zugang zur kostenlosen Nutzung von Teilen meines AEVO-OnlineKurses.
  • Als Ausbildungssituation gilt die Präsentation oder die Unterweisung, die der Prüfling als ersten Teil seiner praktischen Prüfung durchführt. Die Prüfungsfragen innerhalb des Fachgespräches müssen also im Zusammenhang zu dieser Präsentation oder zu dieser Unterweisung stehen!
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    Vielleicht haben Sie sich noch nicht entschieden, ob Sie innerhalb der praktischen Prüfung die Präsentation oder die Unterweisung wählen sollen. Möchten Sie dann erfahren, weshalb ich dringend davon abrate, die Präsentation zu wählen? – Hier erfahren Sie ein paar Fakten zu ‘Unterweisung oder Präsentation?
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  • Der eigentliche Knackpunkt liegt in der Formulierung “Auswahl und Gestaltung“. Die frühere Ausbildereignungsverordnung (von 1998) ließ es zu, dass die Prüfer innerhalb des Fachgespräches zu allen möglichen Berufsausbildungs-Inhalten entsprechende Prüfungsfragen stellen durften.
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    Durch die aktuelle Ausbildereignungsverordnung (von 2009) sollte ausgeschlossen werden, dass nach der schriftlichen Prüfung mit ihren handlungsorientierten Prüfungsfragen nun eine Faktenabfragerei im mündlichen Prüfungsteil beginnt. Deshalb wurde der Begriff  ‘Fach-Gespräch‘ gewählt und der Themenbereich auf ‘Auswahl und Gestaltung’ eingeschränkt.
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    Im Fachgespräch soll der Prüfling – zum Beispiel nach seiner Unterweisungerörtern,
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    … warum er gerade diesen Lerninhalt
    ausgewählt hatte. Hierzu gehört zum Beispiel, welchen Bezug dieser Lerninhalt zur betreffenden Ausbildungsordnung hat, welches Groblernziel des Ausbildungsrahmenplans er ausgewählt hat und warum er sein Feinlernziel gerade in dieser Weise formuliert hatte.
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    … warum er seine Unterweisung (meist Lehrgespräch oder 4-Stufen-Methode) gerade in dieser Weise gestaltet hatte. Hierzu gehört zum Beispiel, wie er an die vorherige Unterweisung angeknüpft hatte, wie er den Azubi motiviert hatte, welche Art von Fragen er gestellt hatte, wie er seine Unterweisung strukturiert hatte und warum er seine Unterweisung in dieser Form abgeschlossen hatte.